Treffen Sie eine Maus, deren Gehirncortex aus menschlichen Zellen besteht
· Quelle: MIT Technology Review
Forscher der Stanford University haben Mäuse gezüchtet, deren Cortex größtenteils aus menschlichen Gehirnzellen besteht. Dazu haben sie die Gene der Nagetiere so verändert, dass die Entwicklung von Cortex und Hippocampus gestört wird und Platz für menschliche Gehirnorganellen bleibt, die im Labor kultiviert wurden. Nach mehreren Wochen bestand fast die Hälfte des Gehirnvolumens der Tiere aus menschlichem Gewebe. Die Mäuse zeigten normale Bewegungs- und Lautäußerungsverhalten, hatten jedoch Schwierigkeiten bei Gedächtnistests im Labyrinth. Im Gegensatz dazu verbesserten sich die Tiere, die die menschlichen Zellen erhalten hatten, in denselben Tests, was darauf hindeutet, dass das menschliche Gewebe kognitive Funktionen beiträgt.
Die Studie, veröffentlicht in Nature, schlägt vor, dass diese „xenokortikalen“ Mäuse als Modell zur Untersuchung von Hirnverletzungen und zur Erprobung von Stammzelltherapien dienen könnten. Gleichzeitig reaktiviert die Forschung die ethische Debatte über die Vermischung von menschlichem Gewebe mit Tieren, insbesondere die Möglichkeit, dass bei näheren Arten die Grenzen zwischen menschlichem und tierischem Bewusstsein verschwimmen. Diese Frage ist entscheidend, da sie die regulatorischen und moralischen Rahmenbedingungen bestimmt, die die Zukunft der Biotechnologie und regenerativen Medizin prägen werden.
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